Weltjugendtag 2016

“Liebe junge Freunde, für den nächsten Weltjugendtag, im Jahr 2016, haben wir eine Verabredung in Krakau, in Polen”, sprach Papst Franziskus die Einladung zum Weltjugendtag (WJT) 2016 aus.

Logo-2016-WJT.pngUnd du willst dabei sein? Dann melde dich an zur Fahrt des Pastoralverbund Reckenberg und dem Dekanat Rietberg-Wiedenbrück, in Verbindung mit dem Dicken Fisch.

Weitere Informationen zum Weltjugendtag und zur Anmeldung erhälst du hier.

Herzliche Einladung zum Gospel-Gottesdienst HOME

Der Langenberger Gospelchor „Rejoice“ lädt in Kooperation mit der Jugendkirche „Dicker Fisch“ am Pfingstmontag, 25.5.15  zu einem besonders gestalteten Gospel-Gottesdienst mit dem Titel „Home“ (zu Hause) ein. Er beginnt um 18 Uhr in der St. Lambertus-Kirche in Langenberg.

Besinnliche Texte, Gebete, Mitmachaktionen rund um das Thema „Zuhause“ und vor allem ruhige, manchmal auch begeisternde Gospel-Musik, die alle Generationen anspricht werden den Gottesdienst prägen.

Gesammelt wird für die Unterstützung von Flüchtlingen in der Region.

Nach dem Gospel-Gottesdienst wird es Gelegenheit geben, noch im Lambertushaus gemeinsam ins Gespräch zu kommen und (gemeinsam mit dem Chor) zu feiern und zu singen.

Es wird aber auch die Möglichkeit geben, nach dem Gottesdienst in Ruhe bei besonderer Beleuchtung, Kerzenschein und ruhiger Musik den Gottesdienst auf sich wirken zu lassen.

Alle sind ganz herzlich eingeladen, zu diesem ganz besonderen Gospel-Gottesdienst mit dem Gospelchor „Rejoice“!

Einlass ist ab 17.3o Uhr, da vorher noch in der Kirche aufgebaut und geprobt werden muss.

Es war einmal…

Es war einmal eine Gruppe junger Menschen, die gerne nach Taizè gefahren sind und regelmäßig Gottesdienste und Aktionen wie die “Nacht in der Kirche” planten. Diese Gruppe wusste, dass ein “normales” Leben und Glauben sich nicht ausschließen. Sie konnten ihn feiern und spüren in Lachen und Weinen, in Krach und Stille. Danke Michael Melcher für seine offene, überzeugende und herzliche Art, für die vielen SMS, Emails und Facebooknachrichten!
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Es war die Zeit von Pastoralverbünden und größer werdenden Strukturen. Viele Menschen wehrten sich und wehren sich noch heute gegen diese Strukturen, weil sie Angst haben ihre kirchliche Heimat zu verlieren. Aber ein großer Teil dieser Gruppe glaubte an die Chancen der großen Räume und hatte Visionen. Visionen von einem neuen kirchlichen Zuhause im Pastoralverbund ganz selbst gestaltet. Anfangs eher eine Spinnerei – soetwas wie kafarna:um, aber halt doch etwas anders, wäre toll. Dann kam die Gelegenheit. Olaf Loer meinte, es gäbe doch sicherlich besseres mit der alten Vikarie zu tun, als siezu verkaufen und schnell entstanden erste Konzeptideen auf Schmierpapier. Die Vision: eine Kirche von Jugendlichen für Jugendliche, ein zweites Zuhause, in dem man Gemeinschaft im Glauben spüren sollte, wo man auch mit 2 oder 3 Leuten einen gemütlichen Gottesdienst feiern kann, wo man die Freiheit hat kreativ zu sein und wo Glaube und Alltag ineinander übergehen.
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Die Vision begeisterte. So sehr, dass Olaf Loers Wohnzimmer fast zum Platzen gebracht wurde und an mehreren Abenden mit vielen Mitstreitern ein völlig neues und eigenes Konzept in riesige Mindmaps und schließlich einem vierseitigen Fließtext entstand. Danke an alle die dabei waren und vorallem auch Holger Drude für die Hilfe bei den Konzepten und Olaf Loer für sein offenes Mitplanen, für Schokolade, Getränke und einen warmen Ofen, aber noch viel mehr für das Engagement in der Zeit, die jetzt kommen sollte.

Und dann: Sie hatten es wirklich geschafft den Kirchenvorstand aus Langenberg und das Pastoralteam des Pastoralverbunds zu überzeugen, dass das was da konzipiert wurde etwas ist, das unterstützenswert ist. Der dicke Fisch war gefangen. Danke an die Verantwortlichen der Gremien für das Vertrauen und den Mut.

Die ersten Taizegebete. In einem kahlen Raum. Nur ein paar Steine und Kerzen. Es fühlte sich schonmal gut an, doch die Visionen waren groß: eine schöne Küche, ein toller Gebetsraum und chillige Sofas.
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Die erste Bauphase begann und es war fast wie in einer biblischen Geschichte. Es kamen Sachspenden wie Möbel und Farben und neuer Teppich. So viel, dass sogar später einige Sofas abgelehnt werden mussten. Es war einfach kein Platz mehr dafür. Danke an alle Spender.
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Es wurde gestrichen und rausgerissen, gepflügt und gesägt. Es wurden Spaten kaputt gemacht bei dem Versuch einen alten Teppich rauszureißen – ernsthaft! Die Wände bekamen Botschaften, manche sichtbar, manche weniger. Da waren Menschen, die fuhren in einen Freizeitpark, kauften für Cocktails ein und nähten und saugten bis um 4 Uhr nachts vor der Eröffnung und standen um 7 Uhr auf, um für die Eröffnung aufzubauen. Momente, die für einige vermutlich nie vergessen gehen. Danke an alle helfenden Hände.
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Die Vision: Gute Zeit für uns in glaubender Gemeinschaft und vielleicht sogar noch andere anstecken damit. Intime Messen und Gebete, bei denen oft auch viele Tränen im Teppich gelandet sind, unzählige abgebrannte Kerzen im Sand, Taizefahrten und Musiksessions, berührende Adventskalenderbeiträge und lustige Küchenrunden. Danke an alle, die dabei waren, und danke an alle, die mitgeholfen haben etwas vorzubereiten.
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Ein Taizèwochenende, das zeigte, dass ein Geist von Taizè auch in Langenberg wehen kann und Frieden stiften kann. Fisch-Geburtstagsfeiern, zu denen Leute aus fern und nah kamen, um sich mit diesen Menschen zu freuen. Wunderkerzen, die zwar keine Wunder vollbringen, aber einen Gottesdienst funkelig machen. Seriöse und unseriöse Momente. Lagerfeuer und Gitarrenmusik. All das gehört zum Dicken Fisch, zu diesen Menschen und zu diesen Räumen.

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Es wurden Freundschaften geschlossen und tolle Erfahrungen gemacht. Manchmal musste man die Beine einziehen, damit alle Menschen in Unsern Raum passten, manchmal konnte man sich quer hinlegen. Firmvorbereitung fand bei uns statt und vielleicht hat es dem ein oder anderen gezeigt, was Kirche und Glauben für sie oder ihn bedeuten kann.
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Ein dicker Fisch, der platscht und blubbt, zieht Wellen und Kreise. So konnten auch andere Menschen mit Visionen im Bistum Paderborn, bei einer Visionstagung über den Dächern Berlins, beim Katholikentag in Würzburg und überall dort, wo sonst so Halt gemacht wurde, von diesem Fisch erfahren. Haben sich vielleicht anstecken lassen, aus Spinnereien und Leerstand, Taten und Erfülltsein werden zu lassen.

Doch bei dieser Gruppe von Menschen brach dann die Zeit an, in der die ursprünglichen Gründer weiterzogen. Zum Studium, zum FSJ/BuFDi oder in ein Auslandsjahr. Kaum noch Aktionen, kaum noch Menschen, die kommen. Es dümpelt so vor sich hin. Und dieser Monat ist der Letzte. Der Dicke Fisch wird als Hauskirche geschlossen und ausgeräumt.

Ist dieses “Märchen” jetzt zuende so ganz ohne Happy End? Vielleicht ist das Märchen zuende – aber ohne Happy End? Ich denke nicht.

Heute sitzen an vielen Orten im Pastoralverbund, und auch ganz anderswo, Menschen, die tragen Erfahrungen, Werte und Pullis mit sich, die sie nur durch diese Zeit bekommen konnten. Und sie haben immernoch Visionen – Visionen von gemeinsamem Leben, Frieden und Solidarität oder auch ganz andere. Und sie werden nicht scheitern, sie werden daran wachsen. Im Glauben, in ihrer Persönlichkeit.
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